ENTEGA baut Netz für schnelles Internet aus

Ministerin Sinemus informiert sich über den aktuellen Stand bei einem Ortstermin in Brandau

Der Ausbau des schnellen Internets im ländlichen Raum in Hessen kommt weiter voran. Der Ökoenergie- und Telekommunikationsversorger ENTEGA schließt derzeit – unter anderem mit einer Förderung des Landes Hessen - den Lindenhof, eine Pferdepension im Modautal zwischen Hoxhohl und Brandau, an das Glasfasernetz an. Die Eigentümer können bisher nur mobil über Funk mit einem sehr geringen Datenvolumen ins Internet. Nach dem Anschluss stehen auf dem Anwesen bis zu 1.000 Mbit/s zur Verfügung. „Wir freuen uns schon darauf, dass wir endlich auch ein schnelles Internet zur Verfügung haben“, sagt Tobis Gronert, einer der Eigentümer des Lindenhofs, in dessen Stallungen 35 Pferde untergebracht sind.

Bildquelle: Entega

Ministerin Sinemus informierte sich bei einem Ortstermin in Brandau über den Stand des Glasfaserausbaus in der Region. Die ENTEGA Geschäftsführer Christoph Busch (links) und Frank Gey freuen sich über den Besuch.

Der Lindenhof wird an das ENTEGA-Glasfasernetz in Winterkasten/Lindenfels angebunden. Dazu werden acht Kilometer neue Glasfaserleitungen verlegt. Auf dem Weg zum Lindenhof werden acht weitere Liegenschaften mit schlechter Internetversorgung erschlossen und damit weitere „Weiße Flecken“ auf der Karte für schnelles Internet beseitigt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende September. Das neue Glasfaserkabel wird mit einem Gelände schonenden Kabelpflug verlegt. Durch den Vortrieb des Pflugschwertes entsteht nur ein schmaler Schnitt im Boden, in den das Kabel verlegt wird. Dieser Einschnitt fällt von alleine wieder zusammen, wenn der Pflug über die Bodennarbe weiterfährt.

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Ministerin Kristina Sinemus im Cockpit eines modernen Kabelpfluges, der Glasfaserleitungen mit einem bodenschonenden Verfahren verlegt.

Rund 1.000 weiße Flecken gibt es derzeit noch im Landkreis, die über keine schnelle Internetverbindung verfügen. Die ENTEGA hatte zusammen mit der Firma Klenk & Sohn, einem Spezialisten für Kabelverlegearbeiten, Ende des vergangenen Jahres den Zuschlag zum Glaserfaserausbau im Landkreis Darmstadt-Dieburg erhalten. Im Zuge des Ausbaus werden zusätzlich zu den „Weißen Flecken“ weitere 3.400 Adressen entlang der Tiefbautrassen mit der modernen Glasfaserinfrastruktur versorgt. Bis Ende 2022 soll der Glasfaserausbau mit rund 500 Kilometern abgeschlossen sein. Das geförderte Auftragsvolumen beträgt 19,9 Millionen Euro. 50 Prozent der Kosten übernimmt der Bund, 40 Prozent kommen aus dem hessischen Digitalministerium und 10 Prozent trägt der Zweckverband NGA-Netz Darmstadt-Dieburg. ENTEGA hat zudem im Landkreis Offenbach eine Ausschreibung zum Glasfaserausbau mit einem geförderten Auftragsvolumen von rund 14 Millionen Euro gewonnen. „Die Erfolge bei den Ausschreibungen für den Glasfaserausbau sind eine Bestätigung für die Strategie von ENTEGA, die Zukunftstechnologie schnelles Internet in Südhessen auch mit erheblichen eigenen Investitionen voranzutreiben“, sagt ENTEGA Geschäftsführer Christoph Busch.

Die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus, informierte sich am Mittwoch, 28. Juli, bei einem Ortstermin im Lindenhof über den Stand des Glasfaserausbaus im Landkreis Darmstadt-Dieburg. „Wir wollen mit aller Kraft den Glasfaserausbau vorantreiben. Deshalb ist es wichtig, alle Kräfte zu bündeln und auch neue Ideen zu entwickeln. Wir haben dazu vielversprechende Ansätze bei den Verlegetechniken, welche die Arbeiten beschleunigen. Und auch das Projekt mit dem Maschinenring hilft, den Ausbau zu forcieren. Förderprojekte wie dieses sorgen dafür, dass die Menschen im ländlichen Raum von den Vorzügen der Digitalisierung profitieren. Dies ist ein wichtiges Ziel und ein Schwerpunkt der Digitalstrategie des Landes Hessen.“


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